Einsatz vom 28.10.2018 um 05:00 Uhr in Konz

Datum: 28.10.2018 Zeit: 05:00
Art: SEG Einsatzort: Konz
Einsatzkräfte: 25 Fahrzeuge: 15/19-1 15/69-1 15/86-1 15/86-2 15/87-2 15/87-3
Unterstützung: siehe Beschreibung
Aufatmen nach Bombenentschärfung

KONZ. Nachdem bei Bauarbeiten am Donnerstagmorgen eine 500kg Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden wurde, stand am Sonntag, 28. Oktober die Bombenentschärfung auf dem Plan. Das Gebiet von 1000 Metern um die Fundstelle musste evakuiert werden. Dazu gehörten unter anderem auch das Seniorenheim „Zur Buche“ und ein Behindertenwohnheim der Lebenshilfe.

Bereits in den frühen Morgenstunden starteten die Helfer vom Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst mit der Räumung des Sperrgebietes. Insgesamt 6600 Menschen musst evakuiert werden. So wurden etwa 90 Liegend Transporte mit Kranken- und Rettungswagen durchgeführt. Über 400 Personen wurden mit anderen Fahrzeugen der Hilfsorganisationen befördert. Mehrere Notunterkünfte wurden für die Zeit während der Bombenentschärfung errichtet. Hier wurden die Betroffenen von Einsatzkräften des DRK und des Malteser Hilfsdienstes betreut. Die Kräfte der PSNV unterstützten die Kollegen bei der Betreuung. Die Evakuierung konnte rechtzeitig abgeschlossen werden.


Foto DRK Kreisverband Trier-Saarburg

Gegen 13.00 Uhr war es dann so weit. Vier Beamte des Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz rückten mit ihren Fahrzeugen an. In Konz herrschte währendem eine totenstille. Die Straßen waren leer, die Wohnungen verlassen. Vorsorglich wurden die Wasser- und Gasleitungen zugedreht. Nur die Geräusche des in der Luft kreisenden Polizeihubschraubers waren zu hören. Dieser verschaffte sich einen Überblick von oben. Nach kurzer Zeit kam die Nachricht – Bombe entschärft! Die Erleichterung war in allen Gesichtern zu erkennen. Danach wurden alle betroffenen Personen wieder gesund zurück in ihre Wohnungen sowie in das Seniorenheim und das Behindertenwohnheim zurückgebracht.

Im unermüdlichen Einsatz waren über 600 Einsatzkräfte von DRK, Malteser Hilfsdienst, Feuerwehr, THW und der Polizei. Der DRK-Ortsverein Saarburg war mit 25 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen als Teileinheit der Schnelleinsatzgruppe (SEG) Saar-Hochwald vor Ort. Wir bedanken uns bei allen Helfern für den über 12 Stunden andauernden Einsatz am Sonntag.
 



Fotos Florian Blaes